SÜDLICHES AFRIKA APRIL - AUGUST 2012 - 1
Ostermontag 09.04.12
Aufbruch in unsere zweite Heimat, zu unserem mobilen Ferienhaus. Der Flug mit Air Namibia sehr angenehm, nicht so eng wie bei Swiss und der Flieger nur 70% belegt. Um 5h morgens stand unser Farmer Uwe Trümper zum Abholen am Flughafen und dann hieß es unser Buschtaxi wieder reisefähig zu machen. Um 11h waren wir auch schon beim Einkaufen und gegen Mittag schon auf dem Campingplatz.
DI.10.04
Das Thema Ausreise, nach ZIM (wg. des Carnets) hatte sich erledigt, ging ohne Probleme in Windhoek über die Bühne. Wunderbar, wir planten schon Erongo Mountains oder Spitzkoppe für diese Woche, bis unsere Freunde Sigrid & Klaus ankommen.
Aber auf dem Campingplatz entdeckte Peter dass unser Dach durch die schweren Kisten die wir 2011 auf dem Dach hatten, doch etwas sehr gelitten hat und nun unaufschiebbar sofort repariert werden muss. Was tun? Wo eine Blechnerei finden die solche Fizzelmaßarbeit macht und das auch noch pronto?
Es war der gute Geist Uwe Trümper der genau die richtige Adresse wusste. Dort konnte Peter dann das Dach reparieren und auch die Werkzeuge die Peter nicht selber hatte, benützen. Aus unserem Ausflug Richtung Erongo wurde nichts, denn es wurde Freitag bis alles erledigt war – inklusive neue Reifen, und und und…
Man braucht doch einige Zeit bis alles wieder am richtigen Platz ist und man sich wieder zu „ Hause“ fühlt.
SO. 15.04.12
Gegen 13h bei Asco Autovermietung die heute eingeflogenen Sigrid & Klaus getroffen und nach deren Autoübernahme und Einkauf noch 50km nach Westen zur Melrose Farm gefahren.
Wo uns ein Gewitter das Abendessen im wahrsten Sinne des Wortes verhagelt hat.
SÜDLICHES AFRIKA APRIL - AUGUST 2012 - 2
M0.16.04.12
Strahlender Morgen, ein Traumwetter um über den Gamsbergpass und Kuiseb Canyon nach Swakopmund zu fahren. Das war das erste mal, dass wir dem Gamsberg so unglaublich grün sahen – sah beinahe wie das Äthiopische Hochland aus. Nach einem Abstecher am Vogelfeder Berg (nächstes Mal Permit für Naukluf mitnehmen dann könnte man dort sicher Bushcamp machen).
Auf dem Campingplatz „Alte Brücke“ übernachtet (80N$ p.P.). Abends haben wir nach 38 Jahren Silke Bittle im Fischlokal „The Tug“ getroffen und es war ein nettes Wiedersehen, mit Austausch von alten Erinnerungen - unverkennbar die alte Silke.
Auch haben wir seit langer Zeit Swakopmund in strahlendem Sonnenschein erlebt und können uns vorstellen, dass die Stadt um die Weihnachtszeit das Touristenzentrum schlechthin ist.
Da Sigrid & Klaus erfahrene Reisende sind und auch mit Begeisterung die abenteuerlichsten Strecken fahren, ging es nun auf sehr wenig befahrenen Tracks Richtung Norden ins Kaokoveld.
Auf altbekannter Route zum Messun-Krater, Brandbergwest, im Ugabriver und dann über Palmwag zur Ongongo Campsite.
Um diese Jahreszeit ist dieser Pool mt Wasserfall besonders schön, einfach paradiesisch. Aber Paradies - geht natürlich nicht ohne Schlange: abends, es war schon stockdunkel kam ein französisches Paar ganz aufgeregt zu uns, um uns vor einer großen Schlange die bei ihnen unter den Tisch gekrochen war, zu warnen. Und tatsächlich wir trauten unseren Augen kaum da war eine dicke fette Puffotter die sich da träge auf der Site räkelte. In all den Jahren die wir in Afrika campiert haben, ist es uns noch NIE passiert dass wir eine Schlange nachts auf dem Campingplatz gesehen haben, noch dazu eine der gefährlichsten.
Natürlich waren wir alle ohne feste Schuhe unterwegs - Flip Flops und Crocs, ein gefundenes Fressen falls man im Dunkeln auf diese äußerst giftige Schlange tritt, die als einzige nicht weggeht, wenn sie Vibrationen von Leuten wahrnimmt. So leid es uns um das schöne Tier war, aber Sicherheit geht vor; da hat Peter sie mit einem großen Stein erschlagen.
SA.21.04.12
Heute war ein Faulenztag im Paradies angesagt. Den ganzen Tag im glasklaren Pool planschen , Fledermäuse und Libellen beobachten, Geschichten erzählen und gut essen. Kurz Ferien pur.
SÜDLICHES AFRIKA APRIL - AUGUST 2012 - 3
SO.22.04.12
In Sesfontain noch Himba Mitbringsel und Wasser eigeladen und dann bei glasklarem Wetter den Hoanibfluss hinunter Richtung Amspoort gefahren.
Weiter den Hoanib Richtung Küste gefahren. Eine kleine Elefantenherde beobachtet, sehr zur Freude von Sigrid & Klaus. Nachdem wir an den hohen Sandwände vorbei im Amspoort an die Parkgrenze kamen wieder zurück und entlang der Skeleton-Park-Grenze nach Norden zum Huarusibriver. Auf einer Felsterrasse mit Blick auf den Fluss ein traumhaftes Bushcamp gemacht.
DI.24.04.12
Den Purros-Canyon Richtung Meer befahren, dieser Canyon mit den riesigen Felswänden, wunderschönem grünen Schilfgürtel, Wassertümpel einfach paradiesisch. Für Klaus viel, viel zu kurz! Weiter nach Norden durch diese unglaublich schönen Wüstentäler mit den bizarren Bergkulissen, immer wieder faszinierend. Unser bevorzugter Felscampingplatz der natürlich bei S&K wahre Begeisterung ausgelöst hat.
MI.25.04.12
In Anbetracht der kurzen Zeit die S & K zur Verfügung steht beschlossen wir die Runde nicht bis zur Red Drum im Norden zu fahren und die kürzere Variante direkt nach Orumpembe über Etanga und dann weiter nach Opuwo zu fahren. Erst durch die Ebene die dieses Mal voll mit Springbockherden war. Dann den steinigen Weg hinauf auf 1400m. Auf der luftigen Passhöhe mit grandiosem Rundblick haben wir wieder übernachtet.
Do.26.04.12
Nun hinunter durch die üppig grünen Mopane Wälder, es hat wirklich den Anschein als ob man durch endlose Obsthaine fahren würde. Kurz vor Etanga hatten wir eine nette Begegnung mit Himbas, mit Fotoshooting und Geschenke verteilen. Schon mittags waren wir in Opuwo, da die 100km von Etanga nun eine wunderbare breite Piste ist. 2005 war das alles noch eine schmale steinige Track.
Es ist erstaunlich wie ganz anders das Kaokoveld um diese Jahreszeit aussieht, teilweise wirklich üppig grün.
Heute war ein eher langweiliger Fahrtag, die 450km auf Teerstraße von Opuwo zur Buschbergfarm. Durch das Galtongate auf der Westseite der Etosha kann man z.Z. leider nur aus der Etosha RAUS aber nicht reinfahren. Außer man hat ein Permit und das gibt’s nur in Okaukejo. Oder man hat eine Reservierung im Dolomitecamp vorzuweisen, dann kommt man auch rein. Aber bis Okaukeijo sind es durch den Park auch 190km und unter 5 Stunden sowieso nicht zu schaffen.
SÜDLICHES AFRIKA APRIL - AUGUST 2012 - 4
SA.28.04.12
Morgens um 9h waren wir am Gate: Eintritt 85N$, Camping 150N$ p.P. Etosha ist immer wieder ein Erlebnis. Eigentlich hatten wir erwartet dass im April das Gras sehr hoch steht und wenig Tiere zu sehen sind – aber das Gegenteil war eher der Fall. Riesige Herden von Zebras, Springböcken, Impalas und Oryxe soweit das Auge blickt. Nur die Elefanten sind nirgends zu sehen. Erst am nächsten Tag hat sich dann noch ein einzelner Bulle am Wasserloch präsentiert . Dafür haben wir die größte Giraffenherde, die uns je untergekommen ist (sicher an die 50 Stück ) gesehen.
MO. 30.04.12
Über Tsumeb, wo wir noch das liebevoll gestaltete Museum besichtigt haben sind wir dann gegen Mittag beim Hoab Meteoriten (50 to Eisen vom Himmerl gefallen) eingetroffen. Im Maori Camp beim Babbelhessen haben wir zum Abschied den letzten Sundowner mit Sigrid & Klaus auf dem Bismarckturm getrunken. Danach gab es noch ein Braai vom Oryx unterm Sternenhimmel.
Morgen geht es weiter Richtung Osten, in den wilden und einsamen Khaudum Park, dieses Mal wird es klappen, wir sind bei Vollmond da und können die zahllosen Elefanten, (in dem kleinen Park sollen an die 4000 dieser Riesen leben) beobachten.
Afrika ruft ...
drum geht’s bald wieder los…
Am 08. April ab Frankfurt nach Windhuk/Namibia…
Für Interessierte werden wir in den nächsten vier Monaten auf dieser Website wieder in (un)regelmäßigen Abständen die neuesten Meldungen über unseren Reise-Standort und allfällige besonderen Vorkommnisse publizieren ...
Die genaue Reiseroute wird erst vor Ort entschieden. Schwerpunkte werden aber sicher wieder einige unser bevorzugten Gegenden im Norden Namibias mit Kaokoveld sein, mit anschließendem Abstecher nach Sambia und, wenn es denn visatechnisch geht, der Süden Angolas. Änderungen sind immer möglich je nach Umständen - der Weg ist das Ziel.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kaokoland
NAMIBIA to Cape Town
NAMIBIA Teil 2
Opuwo die letzte Stadt bevor es in den einsamen Norden Namibias geht, hat sich in den 6 Jahren seit unserem letzten Besuch enorm verändert. Am Auffallendsten sind die vielen traditionell gekleideten Himbafrauen im Straßenbild. Vor Jahren haben wir eine oder zwei gesehen, nun stehen sie an jeder Ecke und verkaufen Souvenirs und haben zusammen mit ihrem traditionellen Schmuck auch Handys auf ihrem nackten Busen baumeln.
SA.27.08.11
Nachdem wir das superschnelle Internet in Opuwo genützt haben ging es auf einer dieser samtenen Gravelroads nach Norden zu den Epupa Fällen. Was für eine Überraschung, man fährt stundenlang durchs karge Kaokoland und dann erreicht man den Cunene Fluss und es ist wie in einer Oase. Ein riesiger Palmenhain und der Fluss fällt sprühend 30 m in eine Schlucht. Das Beste ist dass die Krokodile keine Wasserfäle mögen und es somit möglich ist hier am Cunene zu baden.
Der Campingplatz im Palmenhain direkt an den Fällen gelegen ist so schön und durchaus zwei Ruhetage wert. Die Fälle sind nicht „donnernder Rauch“ sondern eher „flüstender Hauch“ aber sehr pittoresk. Besteht aus sehr vielen Einzelfällen die über Felsen vorbei an urigen Baobabbäumen sprudeln. Der Crocodile Trail entlang dem Fluss bietet herrliche Ausblicke auf Pools die zum Bade laden aber die Monster lauern überall.
DI.30.08.11
Durchs „Himba Land“ Richtung Orumpembe gefahren. Bei jeder Ansiedlung gibt es Fotomotive zuhauf von all den Himba Schönheiten. Wir haben mitten im Mopanewald übernachtet und da sind wir zum ersten Mal den lästigen Mopane Fliegen ausgesetzt gewesen. Winzige Fliegen die es vor allen Dingen auf die Feuchtigkeit in den Augen abgesehen haben. Wir hätten doch einen äthiopischen Fliegenwedel kaufen sollen.
MI.31.08.11
Weiter ging es durchs Kaokoland. Mopanewälder ohne Ende und sehr heiß. Beim Abzweig zum van Zyls Pass überlegten wir kurz ob wir die „Abkürzung“ nehmen sollen, haben dann doch die unbekannte Route gewählt. Auf einer kleinen Passhöhe mit angenehmen Wind und eine Aussicht nach Norden zu den angolanischen Bergen und nach Süden zu den Hartmannsbergen haben wir unser Bushcamp gemacht.
Von der „Red Drum“ zur „Blue Drum“ weiter zur „Orange Drum“ bis zur „Green Drum“ .Dort haben wir unseren Plan geändert, die 70km zum Kunene durchs Hartmannstal gestrichen, teils weil die Straße Wellblech von der üblen Sorte war, teils weil die Landschaft doch ziemlich gleichbleibend blieb. Auch hatten die Treckburen uns die Strecke nach Süden als eine der schönsten in der Gegend beschrieben, und so war der Umweg zum Kunene überflüssigSa.03.09.11
Immer weiter nach Süden unweit der Parkgrenze, grandiose Landschaft – Steinwüste – rote Sanddünen und schwarze Berge. Dazu Temperaturen von 45° die, als der Wind plötzlich aus Osten vom Meer her kam, auf kühle 35° fielen. Fanden wieder mal den Traumbuschcampplatz- zwischen riesigen Felsen, hatte etwas von Wadi Rum.
Heute sind wir einen Teil der Strecke die wir vor einer Woche nach Norden gefahren sind in umgekehrter Richtung gefahren. Besonders das Tal zwischen Khumibriver und Purros Canyon hat es uns angetan, ganz spezielle Lichtverhältnisse durch den Küstennebel der am Horizont lauert. Im Purros Canyon war der nordöstliche Teil für uns neu aber genau so faszinierend wie der südliche. Gegen 14h waren wir in Purros und wir dachten in ca.3 Stunden sind wir in der Ongongo Campsite und können noch ein kühles Bad genießen.
Nix wars, irgendwie hatten wir vergessen dass die Straße von Purros nach Sesfontain eine üble Holperpiste ist und sich endlos zieht. Haben dann kurzerhand nach den Giribes Plains in einem Flussbett ein Bushcamp gemacht.
Da wir schon mal in der Ecke waren entschlossen wir uns einen Schlenker in die Etosha zu machen. Wir haben wieder auf der Buschberg Farm 50km vor der Ethosa campiert und Farmer Johann hat immer ganz tolle Stories auf Lager.Die Hausschlange war die Geschichte vor 6 Jahren, diesmal waren es die Hyänen. Auf der Farm gibt es ein Problem mit Hyänen und Leoparden die Rinder in beträchtlicher Anzahl reißen. Also werden sie gejagt. Dazu sitzt er im Dunkeln mit seinem Laptop (hier hat er die Lockrufe für die Hyänen drauf) und Gewehr und hofft die Tiere kommen. Laptop fällt runter Johann hebt ihn auf ,kommt versehentlich auf einen falschen Knopf und Vivaldi tönt in voller Lautstärke übers nächtliche Veld – siehe da Hyänen lieben Vivaldi und springen zuhauf auf Schießstand zu und bezahlen diese Vorliebe mit dem Leben.
Etosha – immer wieder ein Erlebnis. Sind im Halali Camp untergekommen ab der 2.Septemberwoche relativ leer (europeans gone – season over) kein prebooking mehr nötig. Wir hatten ganz besonderes Glück mit Löwen 7 Stück lagen so nahe am Weg dass wir ihnen beinahe über den Schwanz gefahren wären.
Zudem war es auf einer Einfahrt die eigentlich nicht für Touristen ist und somit hatten wir die ganz für uns alleine. Abends am Wasserloch waren dafür wir leider eine halbe Stunde zu spät und so haben wir wieder keine Nashörner gesehen. Dafür haben wir morgens noch tolle Szenen am Wasserloch beobachtet. Auf Empfehlung anderer Reisenden sind wir die Strecke dem Ugabriver entlang gefahren, aber außer den paar Terrassenbergen am Anfang war es eine ziemliche langweilige Strecke. Immerhin war die Gravelroad in ship shape, so war es egal ob wir auf der Teerstraße oder hier entlang fuhren.
SA. 10.09.11Wir waren mittags schon im Windhoek und haben noch Einkäufe erledigt und wer läuft uns über den Weg: Sofie & Peter, die soeben ihr Auto abgegeben hatten und noch einen Rundgang durch Windhoek machten. Gab natürlich ein Riesenhallo und bei einem Kaffee wurden alle Erlebnisse ausgetauscht. Übernachtung wieder im Arebusch Camp.SO.11.09.11
Auf der B1 ging es nach Süden und ratzfatz waren wir in Mariental. Dann ab nach Südwesten nach Stampriet und dann dem Auobriver entlang Richtung Mata Mata. Kurz vor Gocha war ein Campingplatz ausgeschildert. Die Farm lag an der Straße aber es gab einen super Platz direkt unter einem der eindrücklichen Terrassenberge die das ganze Flussbett säumen. Die zwei Jungs- 7 & 9 Jahre alt haben uns den Weg auf einem Quadbike(!) gezeigt. Natürlich barfuß und ohne Helm!MO.12.09.11
Anja, die Farmerin hat uns überredet mit zu fahren um die Schafe zusammen zu treiben. Im uralten Landcruiser ging es endlose rote Sanddünen hinauf und hinunter, eine traumhafte Landschaft.
Die Farmarbeiter, die Tiere von einem Dünental ins andere scheuchend bis nach 3 Stunden ca. 120 Schafe im Kral waren. Da wurden die Lämmer von den Schafen getrennt, mit Ohrmarken versehen, gegen Würmer gespritzt u. v. a. mehr. Es war ein superinteressanter Vormittag und Anja die VollblutFarmerin hat uns mit großer Begeisterung alles gezeigt. Eine grosse Cape-Cobra Schlange haben wir auch noch gesichtet, gerade bevor sie von den Farm-Arbeitern sofort gekillt wurde! Aber wenn man wie diese den ganzen Tag im Bush arbeitet, kann man deren Angst vor diesen nicht ganz harmlosen Viechern verstehen. Erst gegen 13h sind wir dann losgekommen und haben kurz vor der Grenze auf der Sitsas Campsite übernachtet. DI.13.09.11
In Mata- Mata wird die Ausreise erst gestempelt wenn man eine Resevierung für 2 Nächte im Kgalagadi NP. hat. Südafrika möchte nicht, dass der Park als Transroute nach SA genutzt wird. Also erst zu Fuß über die Grenze, im Park HQ. 1 Nacht im Nossop Camp und die 2. Nacht im Twee Rivieren Camp gebucht und für alles zusammen inkl. Parkeintritt 360! Rand bezahlt. Allerdings sind wir mit Peters „Book of Life“ als SA – Resident durchgegangen. Die Lady hat uns aber darauf aufmerksam gemacht dass es ab dem 1.November „a steep increase“ geben wird. Wird sicher an Botswanapreise angeglichen.
Nachdem wir den Ausreisestempel von Namibia hatten, (Einreise nach SA geht erst in Twee Rivieren) ging es entlang dem Auobriver nach Süden. Ein weites Flusstal begrenzt von roten Sanddünen, und im Flussbett jede Menge Wildtiere. Das Nossopflusstal war weniger idyllisch und die Straße ins Camp Wellblechpiste vom Gröbsten. Abends am Wasserloch, (obwohl ein Löwe beeindruckend gebrüllt hat) gab es nur Schakale zu sehen.MI.14.09.11
Heute war ein Löwentag im Nossoptal! Am ersten Wasserloch ein Prachtexemplar von einem schwarzmähnigen Kalaharilöwen, aber natürlich wie immer nur faul im Schatten rumliegend. Später gab es dann nochmal ein Löwenquartett am Kij Kij Wasserloch wiederum im Schatten, bzw. die Herren in der prallen Sonne dösend. Die Tarnung ist perfekt, nur wenn sie sich bewegen entdeckt man sie, ansonsten hält man es für ein Stück Holz oder sonst was.
Am letzten Wasserloch vor dem Camp im Abend licht riesige Herden von Springböcken beim Trinken beobachtet. DO.15.09.11
Der Gamedrive heute Morgen entlang dem südlichen Auobriver hat sich gelohnt, haben wir doch tatsächlich vier Löwen gesichtet. Die zur Abwechslung mal nicht faul in der Gegend rumlagen. Gegen Mittag haben wir die Grenze passiert, SA ist das einzige Land wo die Einreise absolut gratis ist – keine Visa, keine Roadtax, keine Carbontax, absolut nada!
Nach 250km Dünentäler auf und abfahren kamen wir in Upington an wo wir im palmenbestandenen Campground schliefen.FRI.16.09.11
die 90km zu den Augrabisfällen führen durch Semiwüste und Weinfelder ohne Ende. In Keimos (das Rosinenzentrum) suchten wir nach der Garage in der wir vor 33 Jahren unserem VW - Kombi einen neuen Motor verpassen mussten um ihn 2 Wochen später zu verkaufen. Die Fälle hatten dieses Jahr den höchsten Wasserstand seit Aufzeichnungen gemacht wurden, und selbst jetzt bei schon sehr sommerlichen Temperaturen stürzt noch eine beeindruckende Menge Wasser in die Schlucht. Viele der Stege, die zu Aussichtsplattformen führen (vor 33 Jahren gab es da noch gar nichts, wir da noch auf den Felsen rumgekraxelt) wurden weggeschwemmt. Neu für uns war auch die Minifliegenplage die anscheinend den ganzen Sommer vorherrscht. Die Viecher sind so penetrant dass wir uns sogar Moskitonetze zum übern Kopf ziehen gekauft haben.SA. 17.09.11
Die Fliegen waren schon morgens so lästig dass wir uns entschlossen den eingeplanten Ruhetag an einem fliegenfreien Ort zu verbringen. Wir sind bis Springbock durchgefahren und wen trafen wir dort auf dem Campingplatz? Knut aus Pforzheim den wir 2008 in Island getroffen haben.SO.18.09.11
In dieser wunderbaren Gegend einen Ruhetag eingeschoben. Leider sind die Wildflowers schon fast verblüht. Hier haben wir auch Robbie & Ruth getroffen, die mit ihrem kürzlich erworbenem Landcruiser unterwegs waren. Die beiden sind Freunde von Shelley & Hugh und es war wieder mal einer dieser Zufälle.
MO.19.09.11
Nachdem wir noch unsere Emails gecheckt haben fuhren wir auf der N7 bis Garies wo wir auf dem eigentlich schönen aber leicht verlotterten Campingplatz schliefen.DI. 20.09.11
Kurz vor Vanrhynsdorp haben wir einen Umweg über den Vanrhynspass Richtung Calvinia gemacht und haben uns den Kokerboom Forest angeschaut. Wunderschön, mit all den grell pinkfarbenen Polster die das ganze Areal bedecken. Auf dem Weg in die Cederberge haben wir ein Buschcamp mit ganz viel Himmel gemacht. Man merkt es geht weiter nach Süden und es wird frisch, noch ist nicht Sommer im Cape. MI. 21.09.11
Über den Doring Pass und weiter über den Pakhuis Pass waren wir schnell in Clanwilliam .Hier duftete es intensiv nach Orangenblüten, ist, diese kleine Stadt doch ein Orangenanbaugebiet. Von da ging es dann auf wohlbekannter Strecke hinauf in die Cederberge. Diese ganze Gegend ist noch genauso wild und beeindruckend wie vor 35 Jahren. Leider konnten wir unseren bevorzugten Campingfelsen nicht mehr finden, aber vielleicht ist er auch der Zufahrt zum Campingplatz Sanddrif (den gabs damals natürlich nicht) zum Opfer gefallen. Eine neue Straße nach führt nun zum Kromriver Campsite – hier wird die Saison gerade eröffnet und wir waren die einzigen Gäste. Der Frühling fängt gerade erst an und sobald die Sonne weg ist wird’s ziemlich frostig. Manchmal glaubt man ja dass die Erinnerung so manches verklärt – aber die Landschaft, in der wir unzählige Wochenenden verbracht haben, ist nach wie vor einfach traumhaft schön.FRI. 23.09.11
Heute haben wir den Umkehrpunkt unserer Afrika Reise erreicht, und sind bei strahlendem Frühlingswetter auf das grandiose Panorama von Tafelberg und Table Bay zugefahren. Auch hier sagen wir die Erinnerung hat nichts verklärt, für uns ist es nach wie vor die schönste Stadt und der Gedanke hier doch nochmal ein bisschen länger zu bleiben ist in der Tat sehr verlockend.
Auf altbekannten Wegen durch die Stadt nach Camps Bay wo wir mit großem Hallo von unseren alten Freunden mit großem Hallo empfangen wurden. English:
Opuwo ist the last settlement of any size before we drive off into the north to the Epupa Falls. The place has seemingly changed since our last visit 6 years ago. Lots of Himba people in the streets, still traditionally clothed (or rather not clothed) with modern cellphones dangling around their necks between bare breasts…Sa. 27.08.2011
over supersmooth gravelroads up north to Epupa. Big surprise after the long drive through barren Kaokoveld you turn the corner and look down onto the Cunene river inmidst a green oasis and palmtrees, the waterfall spraying high before it thunders down into the gorge. A beautiful Campsite right in the middle of it, pools safe from crocodiles for swimming, and nice hikes along the Cunene river.Tue. 30.08.2011
through Himba-country via Etengwa, Okauwa and Otjitanda to Orupembe, bypassing for this time the infamous Van Zyls Pass, since we had done that one some years ago on our previous trip. From there going up north again, passing Red, Blue, Orange and Green Drum and
close along the border to Sceleton NP south again through the most beautiful stretch of landscape between Khumibriver and Purros Canyon, then the riverbed-trail up to Purros. Absolutely wild and unspoiled, even the obligatory Desert-Elephants did show up, so everything living up to expectations ;-)).
Continued for a short visit to Etosha Pan.Wed. 07.09.2011
Always worth the roundtrip, we enjoyed Etosha with fantastic sightings of Lions; 7 of them so close to the road, that we nearly drove over their tails before we could stop.Sat. 10.09.2011
Now our time is slowly running out so we continue our way south from Windhoek via Mariental do Stampriet and to Mata Mata, the entry gate to the Kgalagadi NP at the Botswana border. Lions again, but very special here the black-maned Kalahari Lions relaxing just about under every other tree with hundreds of Springbok around everywhere to supply their diet… Thu. 15.09.2011
crossing of the border into South Africa. No Visa, no roadtax, no carbontax, no hassles, we just love this country.Fri. 16.09.2011
overnight stop at the Augrabies Falls, as always very impressive but a bit of a bother due to millions of tiny flies that want to get into your ears, eyes and whatever attracts them…Fri. 23.09.2011
driving south via Springbok and Vanrhynsdorp we enter the Cederberg Wilderness area, just for nostalgic reasons since this was our favorite hangout for hikes and camping over long weekends during our stay in Cape Town some 35 years ago. Still unspoiled and beautiful as ever!
We pass Bainskloofpass and are closing in at Cape Town. We can see the old grand Table Mountain already from afar, awakening the old memories and emotions. A bit sad about having reached the end of our trip south and at the same time delighted we meet our dear old friends and do immediately feel very much at home …
Cape Town ...
Vielen Dank an alle, die in Gedanken oder auf der Landkarte mit uns gereist sind....
Mehr später!
Peter & Traudl
Travels in NAMIBIA
NAMIBIA 1.Teil
English Version see below
Eine schnurgerade Teerstraße führt nach Westen, die Transitstrecke durch den Chobe NP. nach Ngoma Bridge, die Grenzstation nach Namibia. In Katima Mulilo erst mal eingekauft. Ist denn das noch Afrika? - europäisches Warenangebot – endlich gutes Brot und Wurst vom deutschen Metzger. Allerdings auch europäische Preise, Ausnahme Fleisch.
Auf dem Protea Hotel Campingplatz trafen wir dann Rudi & Susi, die mit einem australischen Oka unterwegs sind, genau mit dem Auto welches Thomas, (unsere Reisefreunde von der Lake Kariba Strecke) in Australien fertig ausgestattet hat – small world indeed. Natürlich wurden wieder Infos ausgetauscht und Namibiaführer gegen Keniaführer getauscht.
Namibias Campingplätze haben europäischen Standard. Seit Beginn unserer Reise endlich wiedermal eine heiß – heiße Dusche, wo auch die Mischbatterie funktioniert. Mehr als einmal konnte man nur zwischen brühheiß und eiskalt wählen, wenn es dann überhaupt warme Duschen gab.
SA. 30.07.11
Die schurgerade Strecke durch den Caprivi ist ziemlich langweilig, wir haben uns die Zeit mit einem Hörbuch vertrieben. Da jedermann vom Ngepi Camp in der Nähe der Popa Falls geschwärmt hat, sind wir die14km dahin den Okavango entlang gefahren. Fehlanzeige, ziemlich kühler Empfang: not pre booked? (häh – wo sind wir denn) - dann nur auf Ausweichplatz. Auch fanden wir das Camp jetzt nicht soo toll, ziemlich schattig (ist im Sommer vielleicht wichtig). Wir sind dem Fluss entlang wieder zurückgefahren und kamen in der „Nunda Lodge“ unter. Wesentlich sonniger da voll nach Westen ausgerichtet, mit schönen Sites und eine traumhafte Sundownerterrasse mit Blick auf den Fluss. Das Ganze für 100 N$ p.P.
Den Khaudom NP., der wildeste und einsamste Park in Namibia wollten wir auf keinen Fall auslassen.
Die ganze Strecke zum Park ist Tiefsandgelände.
Leider hatte vor ein paar Tagen ein gewaltiges Buschfeuer gewütet, so sahen große Teile sehr desolat aus. Aus diesem Grund gab es im Norden sehr wenig Tiere zu sehen. Campsites werden nicht mehr betrieben, sind aber schön angelegt, mit Blick über die Plains wo sich normalerweise die meisten Tiere aufhalten. So war es nur eine leere, verkohlte Ebene.
MO.01.08.11
Auch auf dem Weg in den Süden dieses wilden Parks waren weite Teile dem Feuer zum Opfer gefallen. Irgendwie unheimlich durch diese Landschaft mit Endzeitstimmung zu gondeln. Gondeln durchaus wörtlich genommen da man sich auf diesen Tiefsandstrecken wie auf dem Wasser vorkommt. Beim Wasserloch Tari Kora mit seinem Hochstand haben wir uns mittags schon entschlossen hier unser Camp aufzuschlagen, zwar sollte man in einem der beiden Camps übernachten, aber wir waren sicher dass kein Ranger eine Kontrollfahrt machen würde. So hatten wir das Privileg bis zur vollständigen Dunkelheit Elefanten, Kudus und Giraffen beim abendlichen Ritual aus nächster Nähe zu beobachten. Was für ein Erlebnis – ganz allein mitten in der Wildnis zu sitzen und die Tiere zu beobachten. In diesen wirklich wilden Parks werden einem die Tiere nicht auf dem Silbertablett serviert – nein man muss viel Geduld und Zeit haben. Aber wenn man dann Glück hat und Tiere entdeckt, dann ist es ein sehr spezielles Erlebnis, wirklich „wildes Afrika“.
Weiter ging es durch den Busch nach Süden. Das Wasserloch Tsoanafontein im Süden war nicht so schön wie das gestrige und total schattenlos. Auch regte sich in den 2 Stunden überhaupt nichts und da entschieden wir uns ins Sikereti Camp zu fahren. Auf dem Weg zurück sahen wir eine riesige Elefantenherde, an die 100 Stück durch den Busch marschieren. Wir waren froh dass die ganze Herde schon die Straße gequert hatte. Ein etwas unangenehmes Gefühl mitten in diese Herde zu geraten.
MI. 03.08.11
Frühstück mit Elefanten – ein Teil der Herde ist heute Morgen unweit unseres Frühstücktisches im Busch vorbei defiliert. Erstaunlich ist dass man diese Riesen nicht hört wenn sie auftreten, nur wenn sie durch den Busch streifen und Blätter und Äste verschlingen hört man es knacken. In der offenen Savanne hört man so gut wie nichts. Als wir den Park in Richtung Süden verließen war keiner am Tor, vermutlich könnte man sich hier tagelang aufhalten, keiner würde es merken.
In ganz Afrika gibt’s keine so gepflegten Gravelroads wie in Namibia und so waren wir ruck-zuck in Grootfontain. Im „Maori Camp“ beim Babbelhessen untergekommen. Schöne Campsite mit Bismarck Turm (hier darf jeder bauen was er will), wo man den Sundowner mit Blick auf die Berge genießen kann.
DO.04.08.11
Nach einem interessanten Gespräch auf hessisch und beladen mit Zebra, Springbock, Kudu, Oryx und Impala Steaks sind wir erst gegen 12h losgefahren. Entlang dem Waterberg Plateau, die Strecke ist immer wieder schön, sind wir bis Richtung Okahandja gefahren. Auf der Welvesburg Farm direkt an der B1 fanden wir einen Schlafplatz. An der Waterberg Campsite bezahlt man auch am späten Nachmittag zusätzlich zur Campsite auch noch Eintritt in den NP.
In Okahandja gab’s noch Ölwechsel und Schmiernippel Service für den Toyota. Am Nachmittag im beschaulichen Windhoek angekommen und gleich noch Einkäufe erledigt. Wir haben uns auch noch nach Flügen erkundigt, aber da Air Berlin non stop nur nach München fliegt, haben wir uns dann doch für WHK-JHB-ZH mit Swiss entschieden. Sind im AresbuschCamp (die einzige Campsite direkt in Windhoek) untergekommen. 120N$ p.P. ist angemessen für die Ausstattung des Platzes.
SA. 06.08.11
Heute Morgen waren wir schon um 8h beim Autovermieter um Didi & Co zu treffen und Peters neue Nikon Kamera in Empfang zu nehmen. Anschließend haben wir noch die übliche „do do Liste“ die immer in großen Städten anfällt, erledigt.
Heute sind wir Richtung Flughafen gefahren um einige Unterstellplätze für den Toyota anzusehen. Die erste Adresse war die Empfehlung von Nico, Uwe Trümper eine Farm und ein Abstellunternehmen vom Feinsten, deutsche Effizienz! Leider ist er so ausgebucht dass er nur noch Plätze im Freien zur Verfügung hat. Auf dem Rückweg haben wir uns noch 2 weitere angeschaut, waren aber eher FlybyNights
Nach einem zusätzlichen Citytag hatten sind wir heute in Richtung Atlantikküste losgefahren. Die Strecke über den Us Pass zur Küste ist genauso eindrücklich wie über den Gamsberg Pass.
Diese Strecke zur Küste ist sehr abwechslungsreich und hat es wirklich in sich: Auf halbem Weg nach Walfischbay, also schon in der Steinwüste wurden wir von wilden Tieren attackiert. Nein keine Löwen, auch keine Hippos, Rhinos, keine Schlangen oder Geparden, ein ganzer Bienenschwarm hat uns überfallen. Nichtsahnend haben wir eine Pause auf einem etwas erhöhten Felsen mit Blick auf die Wüste Pause gemacht unseren Antilopenschinken geschmaust und etwas entfernt vom Auto die fantastische Aussicht genossen. Gut, da waren anfangs ein paar Bienlein, aber es wurden aber immer mehr. Vor allen Dingen fanden sie einen feuchten Lappen IN!! unserem Auto besonders lecker und bis wir das bemerkten hingen dicke Trauben dieser Viecher IM!! Auto und haben auch alles was sich bewegt hat verfolgt. Das Ganze war überhaupt nicht lustig! Peter hat dann todesmutig den Lappen aus dem Auto geworfen (wurde natürlich zahllose Male gestochen) und ist mit offener Hecktüre und offenen Fenstern davon gebraust. Ich habe versucht (leicht gesagt) mich so „unpanisch“ wie möglich zu Fuß aus dem Staub zu machen und habe nur wenige Stiche abbekommen. Gottseidank war der Schinken schon im Auto, die Reste unseres Picknicks inklusive Teller und Gläser fielen der schwirrenden Meute zum Opfer. Der Fahrtwind hat die meisten Bienen aus dem Auto geblasen und den Rest haben wir mit „Doom“ erledigt. Ich werde nie mehr über Filme wie „Der Angriff der Killerbienen“ lachen… Als Folge der Stiche bekam Peter auch noch einen allergischen Ausschlag, der aber gottseidank ziemlich schnell verging.
Der Winter an der namibischen Atlantikküste erinnert manchmal an Island. Wind, Temperaturen um die 12° und Küstennebel der sich mittags nur zögernd auflöst. Die Landschaft im Messum Krater( liegt ca. 40km landeinwärts ) ist genauso wild und urweltlich wie in Island, nur das goldgelbe Wüstengras und die Springbockherden am Horizont das ist doch eindeutig Afrika
Die Strecke durch den riesigen Krater ( 20km Durchmesser) und weiter Richtung Brandberg ist wieder Afrika pur – blonde Grasplains begrenzt von bizarr geformten Bergen. Am Horizont Springbock und Oryx Herden und aufgeregt davon sprintende Strauße.
Ganze Felder voller „Welwitschia“ eine Kakteenart die bis zu 1500 Jahre alt wird. Und keine Menschenseele weit und breit.
Immer weiter ging’s entlang der Westseite des beeindruckenden Brandbergmassivs. Wir sind im Ugabriver (Tiefsandpiste) nach Norden gefahren bis plötzlich Wassertümpel die immer größer wurden auftauchten. Da war das Risiko doch zu groß diese Strecke ohne Begleitfahrzeug zu fahren und so beschlossen wir den Fluss zu verlassen und nach Westen zu fahren.
MO. 15.08.11
Zwar gab es kein Fluss mit Wasser, aber sonst war es eine „all terrain“ Strecke – Steigungen im Tiefsand, felsige Bergstrecken und was es halt sonst noch alles auf einer einsamen Offroadstrecke zu bewältigen gibt.
Landschaft immer noch spektakulär und keine Menschenseele weit und breit. In vier Tagen haben wir ein einziges Auto gesehen.
In Khorixas gab es zum Frühstück einen platten Reifen und so beschlossen wir einen Carservice und Aufräumtag zu machen. Auch war die Campsite im „ iGowati Camp“ sehr schön und ruhig (obwohl direkt an der Straße).
MI. 17.08.11
Die Straße von Khorixas durch Nord Damaraland war die erste üble Wellblechpiste in Namibia. Wir waren froh in der Palmwag Lodge noch einen Platz zu finden, Kaokoveld scheint sich langsam zum Touristenhighway zu entwickeln. Leider war das Wetter total diesig sodass die imposanten Tafelberge nicht richtig zur Geltung kamen.
DO. 18.08.11
Die Ongongo Campsite kurz vor Sesfontain ist mit Pool und Wasserfall ganz speziell.
Wir trafen schon mittags dort ein und haben einen schönen Badetag verbracht. Wir trafen auch Sophie & Peter wieder mit denen wir in Palmwag gefrühstückt hatten. Auch trafen wir eine urige Männergruppe, drei Namibianer & drei Südafrikaner alles Prototypen von Treckburen, rau aber herzlich. Bekamen auch noch Supertips für den Trip nach Norden entlang dem Hoanibriver und noch eine Landkarte.
Sophie und Peter haben sich entschlossen mit auf den Trip in den Norden zu kommen.
Beim Einkaufen in Sesfontain trafen wir dann das rote Feuerwehrauto mit Johanna, Marcel und die beiden Kinder Julia und Ronja sowie Guido& Heidi im Ivecotruck. Da wir alle da wir alle dasselbe Ziel hatten gings im Konvoi durch die wunderbare Landschaft im Hoanibriver. Wilde Wüstenelefanten, Giraffen und Oryx begleiteten uns auf unserem Weg den Fluss hinunter. Besonderer Luxus - wir fanden ein Buschcamp bei einem Wasserspeicher und so konnte man auch noch duschen.
SA.20.08.11
Heute wurde die Flussbettfahrt bis an die Grenze des Skeleton NP. gefahren. Eine Traumstrecke durch die Hoanibschlucht bis nach Amspoort. Von dort ging es dann auf einer „normalen“ Track weiter nach Norden. Obwohl wir Löwenspuren gesehen haben, nachts hat nicht mal einer gebrüllt.
Weiter führte unsere Route wieder nach Westen ein anderes wildes Flussbett entlang, diesmal der Hoarusibriver. Durch den Puros Canyon - Namibia at its best!! Peter aus Südtirol hat seine Feuertaufe als Offroader mit Bravour bestanden. Die Gruppe ist echt nett und jeden Abend gibt’s ein wunderbares Buschcamp und dann wird gemeinsam gekocht und gegessen.
MO. 22.08.11
Im Khumibriver führte der Weg wieder nach Nordosten. Auch hier einfach überwältigende Landschaften. Am Nachmittag zogen dunkle Wolken auf und plötzlich erinnerten uns die schroffen Felsformationen an Island.
Da unsere Vorräte langsam schwinden haben wir unseren Plan geändert und fahren die Nord- Kunene - Runde gegen den Uhrzeigersinn. Heute sind wir den ganzen Tag im äußerst schwierigen Gelände vom Hoarusibriver Richtung Opuvo gefahren. 36km als Tagespensum ohne Mittagspause spricht Bände.
MI.24.08.11
Travels in Zimbabwe
ZIMBABWE
English Version see below
MI. 29.06.11
Heute sind wir endlich in Richtung Zimbabwe losgefahren. Grenzformalitäten ohne Probleme, Visa 30 U$ p.P, Versicherung, Roadtax & Carbontax nochmals 70U$ und dann hatten wir auch schon unser 90 Tage Visa.
Seit Ende 2009 gibt es keine Zimbabwe Dollars mehr, Zahlungsmittel sind U$ oder südafrikanische Rand. Die Inflationsrate war so hoch dass sich alle 1,3 Tage!! die Preise verdoppelt haben. D. h. am Ende waren die Banknoten nicht mehr groß genug um die Anzahl der Nullen von all den Trillionen darauf zu drucken.
Auf einer guten Teerstraße (auf Grund des sehr geringen Verkehrsaufkommens) ging es Richtung Bulawayo in den Matobo National Park.
Am nächsten Tag machten wir uns auf die Suche
der 40 weißen Rhinos und 20 schwarze Rhinos die es im Gamepark gibt. Rhinos haben wir zwar keine gesehen aber die Landschaft in den Matobo Hills ist einfach traumhaft schön. Granitblöcke , rundgeschliffen und von enormer Größe so aufeinander geschichtet, man meint es ist unmöglich dass diese Steine nicht runterkullern. Das Material Granit, der Bildhauer Wind und Wetter.Wir sind nochmals den ganzen Tag durch diese grandiose Landschaft gefahren und haben unsere Augen für Rhinos und Leoparden offengehalten. Am Nachmittag haben wir dann noch eine „walking safari“ mit einem Guide durch den Busch gemacht. Aber auch hier kein Glück, haben zwar frische Spuren gefunden, aber die Rhinos waren nicht zuhause. Von den Leoparden wollen wir ganz schweigen. Aber die Wanderung durch den Busch war trotz alledem ein Erlebnis. Impalas, Hippos, Giraffen und Krokodile gab es natürlich zu sehen, aber so ein Nashorn wäre schon das i- Tüpfele gewesen.
Heute ging es weiter nach Bulawayo, angeblich die schönste Stadt in Mugabe Land. Wirklich es ist eine schöne Gartenstadt mit vielen sehr gut erhaltenen und schön renovierten Kolonialgebäuden. Der städtische Campingplatz liegt in einem riesigen Park mit altem Baumbestand. Da hat sich vor 100 Jahren ein englischer Landschaftsgärtner wirklich Gedanken gemacht. Der Rest ist allerdings etwas DDR-mäßig, seit der Unabhängigkeit wurde da nichts mehr erneuert.
SO.03.07.11
Bei Masvingo liegen die „Great Zimbabwe Ruins“. Die Ruinen sind wirklich sehr eindrücklich – irgendwie erinnern sie an Macchu Piccu, wenn auch nicht ganz so weitläufig und sorgfältig gearbeitet. Faszinierend ist, dass keine einzige der Mauern irgendwelche Ecken hat. Die ganze Anlage besteht aus rund geschwungenen Linien. Teilweise wurden die riesigen Granitbolder in die Bauwerke integriert. Verbrachten einen Großteil des Tages damit auf dem Areal herum zu wandern. Der Besuch des Museums wurde etwas abgekürzt, als wir kamen wurde extra der Generator angeworfen da es wieder mal kein Strom gab, aber kurze Zeit später gab auch der Generator den Geist auf.
MI.06.07.11
280km Teerstraße, in relativ gutem Zustand von Masvingo nach Harare sind wir in einem Rutsch durchgefahren. Eine Abkürzung auf einer Nebenstraße führte uns durch Farmgebiet, aber nach 20 Jahren ist von den ehemals fruchtbaren Feldern nicht mehr viel zu sehen. Wie sagte jemand: „the only farms we have got nowadays, are weed (unkraut) farms“ Da es keine Campsite in Harare gibt sind wir gleich zum Lake Chivero gefahren und haben im Jacarna Camp vom Yachtclub übernachtet. Wunderschöner Platz am Seeufer.
DO.07.07.11
Der Winter in Zimbabwe kann ganz schön ungemütlich sein. Gestern Abend ging die Sonne bei wolkenlosem Himmel unter und zwei Stunden später waren keine Sterne zu sehen und eine steife Islandbrise fegte über den See.
Info für Traveller:
Ohne Navi wäre es wirklich unmöglich das HQ. vom Wildlifeoffice zu finden, keine Hinweisschild nirgends - einfach nichts. Hier machten wir unsere Reservierung für die Campsites im Mana Pool NP. Eigenartige Preispolitik: die meisten Campsites werden per Site und nicht p. P. abgerechnet, d.h. 2 Personen bezahlen 100U$ für eine Site die eigentlich für 6 Personen zugelassen ist, so in größeren Gruppen wird es billiger. Wie auch immer wir buchten 1 Nacht im Nyamepi Camp für100 U$ und 2 Nächte auf einer Campsite für 20U$ p.P. (mit Peters Book of Life sind wir South African Resident), plus 30U$ Eintritt und zusätzlich 10U$ fürs Auto. Allerdings die 30U$ Eintritt gelten für eine ganze Woche – verglichen mit 60U$ in Kenia/Tansania für 24h, ein Schnäppchen.
Über Chinhoy ging es erst mal zum Lake Kariba. Die Staumauer für diese riesige Wasserfläche scheint irgendwie unscheinbar. Die Ansiedlung Kariba macht einen etwas heruntergekommenen Eindruck. Einst ein Ferienziel für Südafrikaner, stehen heute viele der Lodges und Campsites leer und gammeln so vor sich hin.
Auf dem Weg nach Mana Pools kamen wir am Warthog Camp vorbei, eine sympathische etwas chaotische Campsite/Lodge mit echtem Buschfeeling. Hier spazieren die (keineswegs zahmen) Elefanten durch den Garten und jedermann (sogar die Hauskatze) ist ziemlich entspannt dabei – inklusive den Elefanten. Der Garten leidet etwas darunter, aber was solls. Es ist faszinierend diese riesigen Dickhäuter aus nächster Nähe zu beobachten.
Da auch war August, ein 80 jähriger Deutscher der seit 60 Jahren in Afrika lebt. Er besitzt eine Lodge mit Blick auf Staumauer und See – letzten Monat hatte er einen einzigen Gast und der blieb nur eine Nacht…. Seine Erzählungen von den Trillionen und Zillionen, sowie die Tatsache dass irgendwann über Nacht einfach 27 Nullen gestrichen wurden, waren interessant - macht Mugabe & Co. so richtig sympathisch.
Die Strecke vom Lake Kariba nach Manapools eine Wellblechpiste erster Güte. Mit unserem Reservierungswisch mussten wir noch 4!! zusätzliche Stempel haben bis wir endlich auf unserer Campsite waren. A.w.a (Africa wins again)!
Ein kurzer Sundown Drive war eher enttäuschend, außer paar Impalas gab’s nichts zu sehen.
DI.12.07.11
Mana Pools wurde von vielen als einer der interessantesten Gameparks geschildet, wir waren etwas enttäuscht. Landschaftlich mit dem Zambezi und dem Escarpment auf der sambischen Seite ohne Frage sehr schön – aber außer Elefanten und Hippos, Crocs und Impalas gab’s nur noch schöne Vögel zu sehen. Wenn ich das so lese, denke ich wir haben schon so viel gesehen und sind mittlerweile zu anspruchsvoll. Aber beim letzten Sonnenlicht Elefantenherden am Fluss entlang ziehen zu sehen, das ist immer wieder ein Erlebnis.
Als wir heute morgen zu unserem Gamedrive aufgebrochen sind haben wir Lilli & Thomas getroffen und einen Treffpunkt im Warthog Camp in Kariba vereinbart. Die beiden sind passionierte Langzeitreisende und auch im Landcruiser unterwegs. Wir beschlossen gemeinsam die Offroad Strecke von Kariba dem See entlang nach Victoria Falls zu fahren.
Nach dem wir unsere Vorräte im DDR mäßig sortierten Supermarkt aufgestockt haben ging es Richtung Südwesten. Schon nach 2 Stunden Fahrzeit fanden wir in einer Flussbiegung einen perfekten Schlafplatz.
Eine sehr abwechslungsreiche einsame Strecke führt unweit des Sees bis zum Sanyanti Fluss, dann biegt die Straße nach Süden, da der Fluss im Mündungsgebiet eine Schlucht gebildet hat die unüberwindbar ist. Wir wollten eigentlich am Sanyanti weiter unten im Süden übernachten, aber die Brücke steht hoch über dem Fluss und wir konnten absolut keinen Zugang zum Ufer finden. Danach gab es relativ dichtbesiedeltes Gebiet und das Camp wurde dann unweit der Straße im Busch aufgeschlagen.
Weiter nach Westen und da wir schon in der Nähe waren, entschlossen wir uns den Chizarira NP. mitzunehmen.
MI.20.07.11
Chizarira NP. ist einer der unberührten und selten besuchten (weil sehr abgelegenen) Nationalparks. Liegt 1000m hoch auf dem Escarpment und hat fantastische Campsites. Die Aussicht von der Mucheni Viewpoint Campsite ist eine der schönsten und nicht zu toppen. Leider gibt es so gut wie keine Tiere (wir haben zumindest keine gefunden). Da fanden wir 20U$ p.P. + 10U$ Eintritt nur für Aussicht und Feuerholz dann doch etwas heftig. So blieben wir nur eine Nacht.
DO. 21.07.11
Das Frühstück auf diesem Adlerhorst mit einer Aussicht wie aus dem Flugzeug war Luxus pur: Peter servierte uns einen perfekten Kaiserschmarrn. Laut Info vom Ranger ist die Straße nach Süden gesperrt und unpassierbar. Da wir aber immer noch mit Lilli & Thomas reisen, beschlossen wir die Strecke trotzdem zu fahren. War eine etwas zugewachsene Buschroad, aber auch hier null Tiere. Mit Ausnahme von ein paar wunderschönen Fledermäusen ... Sind vermutlich zum großen Teil in den Kochtöpfen in den umliegenden Dörfer gelandet.
FRI. 22.07.11
Durch einsame wenig besiedelte Landschaften weiter nach Südwesten und dann wieder nach Norden Richtung Zambesi. Am Gwai River gab es wieder ein romantisches Bushcamp. Unsere beiden Reisegefährten sind auch leidenschaftliche Bushcamp Fans und so macht es richtig Spaß die schönsten Plätze zu entdecken und jeden Abend unterm Sternenhimmel am Lagerfeuer zu sitzen und Reisegeschichten auszutauschen.
Wir sind wieder am Zambesi und haben nach kurzer Fahrt einen Platz am Ufer dieses magischen Flusses mit Blick auf Krokodile und Hippos gefunden. Z. Zt. reisen wir im Schneckentempo aber es gibt einfach zu viele schöne Plätze wo man einfach nicht vorbeifahren will. Selbst in der Nähe eines Dorfes ist bush camping kein Problem, die Leute sind sehr freundlich und nicht aufdringlich.
Zum Abschluss unserer Zimbabwe Reise entlang dem Zambesi gab es noch einen Traumplatz, hoch überm Fluss an den Moembo Fällen und der Batoka Schlucht. Die Straße dahin total zugewachsen und eigentlich wussten wir nicht genau was uns am Ende dieser Track erwartet, (falls wir überhaupt ans Ende gelangen) aber wir wurden mit einer unglaublichen Aussicht auf den Fluss und die Fälle belohnt.
Als Reiseland ist ZIM sehr zu empfehlen, wildes Afrika mit einem Touch DDR in den Städten. Nach einem kurzen Stopp in Vic Falls, geht es morgen weiter Richtung Namibia.
ENGLISH VERSION
Finally we were on our way to Zimbabwe. Border crossing was no problem whatsoever and after we paid visa, carbon tax & road tax , we had our 90 days in Mugabeland.
Since end of 2009 the currency is U$ or South African rand. Inflation was astronomical and in the end bills weren’t big enough to print all the ceros on it. People used to go shopping with big plastic bags full of worthless money.
First stop was Matobo NP. We were looking for the black & white rhinos, but no luck. Even when we did a walking safari with a guide, we only saw tracks and dung, but unfortunately the rhinos weren’t home. But never mind - the rock formations are so fantastic, these huge boulders balancing on top of each other – unbelievable. The material granite, the artist wind and water.
From there onto Bulawayo, said to be the prettiest town in Zimbabwe, which is true. Lots of parks & gardens and surprisingly, quite a number of beautiful restored colonial buildings. The communal campsite situated in a park with huge old trees, 100 years ago there must have been an english gardener who knew his job.
Via Masvingo we visited Great Zimbabwe Ruins, which are very impressive indeed. Reminded us a bit of Macchu Piccu, though not as big. Fascinating, in the whole complex there are no corners at all, everything being smooth curves.
On our way to Harare we took a back road, here we saw vast stretches of deserted, overgrown farmland. Somebody told us: “the only farms we got nowadays are weed farms”.
To Harare we went only to get the reservations for Manapools. Don’t try do find Wildlife HQ without a GPS, you won’t find it.
First we went to Lake Kariba and from there to Mana Pools. The village of Kariba , though beautiful situated on the lake, looks neglected and in need of repair. Warthog Campsite is a nice laid back campsite, a place where the wild elephants walk right through the garden and drink from the swimming pool. It is fascinating to watch these friendly (or so one hopes ) giants, so close by.
A really badly corrugated road brought us to Mana Pools. Well everybody we met, was raving about Mana Pools – we were a bit disappointed. The setting on the bank of the Zambesi with the escarpment on the Zambian side is really great, but there was not such a lot of game. But seeing a herd of elephants at sunset in the river right in front of your campsite it is a unique experience.
We met Lilli &Thomas, passionate longtime travelers in their red LandCruiser and decided to make the trip via back roads along Lake Kariba to Vic Falls together On route to Chizarira NP., a very remote and seldom visited gamepark.
The whole trip to Vic Falls took us about a week as we discovered so many bush campsites on the Zambesi. Our fellow travelers are also passionate bush campers and so it was great to fun to find all these fantastic places, watching crocs and hippos and spend long evenings around the campfire and hear interesting travel stories.
To finish our travel along the river, there was another highlight. We discovered a deserted track leading us to Moembo Falls and Batoka gorge 60km downstream from Vic Falls. Actually we didn’t really know what to expect at the end of this really rough track. But it was worthwhile - a stunning view over the river and the falls and a bush campsite just perfect.
We liked ZIM a lot, it has got a lot to offer. Just stopping in Vic Falls to catch up on the latest news and then we are on our way to Namibia.
Zambia - Botswana
ZAMBIA - BOTSWANA
English Version see below
MI.01.06.11
Wir haben uns entschlossen Sambia bei dieser Reise im Schnelldurchgang zu bereisen um aus verschiedenen Gründen ziemlich zügig nach Botswana zu kommen.
Die Grenzformalitäten nach Sambia gingen auch wieder problemlos über die Bühne. Nachdem wir 50U$ p. P. fürs Visa und nochmals 200 000 ZKW ( ja, wir haben wieder mal sehr viele Nullen,ca. 8000 Zambia Kwacha= 1€) für die Carbontax bezahlt hatten waren wir auf dem Weg nach Chipata. Im „Mama Rulas B&B“ kamen wir am frühen Nachmittag an.
DO.02.06.11
Obwohl wir Sambia nur kurz reisen, der Abstecher in den „South Luangwa Park“ musste sein. Auf teilweise sehr holpriger Piste kamen wir im „ Croc Valley Camp“ an. Traumhafte Plätze direkt am Luangwafluss gelegen. Den Rest des Tages verbrachten wir in der Hängematte und beobachteten das Leben am und im Fluss. Krokodile, Hippos, Störche und Vögel aller Arten sowie Varane und vieles mehr.
Was für ein Park! Einer der schönsten und wildesten die wir je besuchten. Die Fahrt am Fluss entlang, um jede Biegung stehen andere Tiere. Löwen!, Elefanten, Zebras, zahllose Antilopen, Giraffen, Warzenschweine, Hyänen - einfach alles ist zu sehen. Nur die Leoparden halten sich dezent im Hintergrund. Das Beste ist: hier ist man ganz alleine, es gibt keine 10 Autos mit guided Tours die alle gleichzeitig um die Tiere rumstehen. Ein Gamedrive wie aus dem Bilderbuch. Am späten Nachmittag haben wir nochmals eine Runde gedreht und sind bei Einbruch der Dunkelheit todmüde vom vielen „game spotting“ ins Camp gekommen. Nachts schlurfen die Hippos das Flussufer hoch und grasen direkt ums Auto rum und die mampf-mampf Geräusche sind das Wiegenlied.
Für die Weiterfahrt Richtung Süden wählten wir wieder mal eine abenteuerliche Nebenstrecke. Die Strecke nach Petauke ist zumindest die ersten 30km auch ein Game Drive auf einer öffentlichen Straße… na ja Straße kann man es nicht nennen - offroad vom gröbsten. Aber vor lauter Tiere kommt man nur überhaupt nicht weiter und so haben wir auf einem wunderbaren „open plain“ schon früh für ein wildes Bushcamp Schluss gemacht und nochmals einen „Tiere schauen Tag“ eingelegt.
SO.05.06.11
Eine sternklare Nacht und die Löwen brüllten gar nicht soo weit weg, da steigt der Adrenalin Spiegel doch etwas an und wir waren froh nicht in einem Zelt zu sein … Beim Frühstück bei Sonnenaufgang zog auch noch eine kleine Herde friedlicher Elefanten (so hofft man…) vorbei - genauso stellt man sich das wilde Afrika vor. Zum wilden Afrika gehört aber auch 8 Stunden für 150 km, teilweise dicht zugewachsene Piste, tiefe Auswaschungen und sandige Flussbetten. Waren nachmittags in Petauke wo wir in der „Chimwemwe Lodge“ einen schönen Campingplatz fanden.
Die 400km von Petauke nach Lusaka schafften wir auf der gut ausgebauten „Great East Road“ 5Stunden. Bei der Einfahrt in die Stadt gibt’s riesige Shoppingmalls mit allem was der „Muzungu als solcher“ so braucht. Da unser Kühlschrank zum ersten Mal wirklich leergefuttert war, gab es den Großeinkauf im Shoprite. Ein Einkaufswagen voll und man ist ca. 100€ los, also beinahe europäischer Standard.
Auf dem Weg zur „Eureka Camp Farm“ kamen wir beim Toyota Dealer vorbei und Peter ließ Ölwechsel und Schmierung machen. T. i. A.!! (they don´t work how you expect it, they work how you inspect it). So dauerte es etwas länger und es war schon dunkel als wir im Camp ankamen.
Di. 07.06 11
Da wir gestern schon unseren Großeinkauf erledigten und nichts mehr Wichtiges in Lusaka zu tun hatten fuhren wir über Mazabuka (the sweetest place of Zambia) nach Livingstone. entschlossen wir uns In der „Livingstone Safari Lodge“ fanden wir einen schönen Platz, wenn auch mit „full immersion of african disco sound“.
DO. 09. 06.11
Ein glasklarer sambischer Wintertag, das perfekte Wetter um die Vic Falls zu besuchen. Der Zambesi führt Hochwasser und die Wassermassen die da über die Kante stürzen sind unglaublich. Nur gelegentlich hat man klare Sicht auf die Kante, je nach Windrichtung ist alles vom Sprühnebel verdeckt. Vor vier Jahren waren wir auf der Zimbabwe Seite, dort hat man eine etwas bessere Sicht auf die Hauptfälle, aber auch die sambische Seite ist ebenso beeindruckend. Man spaziert teilweise durch einen Regenwald und wird pitschnass, all die Gischt die sich bildet wenn die Wassermassen die 110 Meter in die enge Schlucht stürzen, regnet es auch wieder ab. So wechseln sich Sprühnebel, Regengüsse wie aus Kübeln, Regenbogen und Sonnenschein ab. Es ist wirklich eines der größten Naturwunder und man kann sich von dem Spektakel schwer losreißen.
Am Nachmittag fuhren wir die 60km nach Kazungula und dann weiter mit der Fähre über den Zambesi nach Botswana. Grenzübertritt kein Problem, erstes Land auf dieser Reise in dem wir kein Visum benötigen. Allerdings mussten wir unsere Bananen und Tomaten abgeben, vom Fleisch das wir schon vor der Grenze versteckt haben, erwähnten wir natürlich nichts. Botswana hat sehr strenge Einfuhrbestimmungen bei Lebensmittel. Bei Einbruch der Dunkelheit kamen wir in der „Chobe Safari Lodge“ an.
FR. 11. 06.11
Heute morgen sind wir noch im „Toro Camp“ vorbeigefahren und haben Gareth & Wendy unsere Botswana Telefonnummer hinterlassen, für ein ev. Treffen im Central Kalahari Auch diese beiden sind mit vier Kinder und einem Trailer unterwegs – allerdings ein richtiger Offroad Trailer.
Von Kazungula ging es weiter Richtung Süden auf der „Hunters Road“ (hier bekam Peter auch seine Geburtstags Elefanten zu sehen) nach Pangamatengo. Dort sind wir nach Westen abgebogen auf der Suche nach dem Rindertrail zum Nxai Pan National Park. Nach 20km mussten wir aber wieder zurück, durch einen Cattle-Fence wurde die Strecke zur Sackgasse. Zurück zur Hauptstraße und dann der richtige Abzweig immer entlang dem 3Meter hohen elektrischen Zaun der die Nutztiere von den Wildtieren schützen soll. Ein leidiges Thema in Botswana, Farmer versus Tierschützer/ Tourismus Industrie. Am nächsten Morgen ging es weiter mit der Suche der Straße nach Süden. Trotz konzentrierten Ausschauhaltens, es kam und kam keine Abzweigung die gepasst hätte. Kartenmaterial und Gps Tracks äußerst unklar und die Straße führte immer weiter nach Nordwesten Richtung Chobe NP.
An einem idyllisch gelegenen Wasserloch entschieden wir für heute Schluss zu machen und die Suche morgen fortzusetzen. Das Militär auf Anti Wilderer Pirschfahrt kam zufällig vorbei aber wusste eigentlich auch nicht so recht Bescheid auf welcher Track wir uns befanden und außer Maun war ihnen nichts bekannt auf der Karte. Das Warten am Wasserloch hatte sich gelohnt, abends kam eine ganze Gruppe Elefanten zum Baden. Die Giraffen waren leider etwas zu vorsichtig (obwohl wir muksmäusle still waren) und haben sich ohne zu trinken wieder ins Gebüsch verzogen. Aber ein Honigdachs, den man sehr selten sieht, hat sich zwischen den Elefanten durchgeschlängelt.
MO. 13.06.11
Heute Morgen entschlossen wir uns nicht weiter Richtung Norden zum Poha Gate vom Chobe NP. zu fahren. Das hieß die Strecke zurück und die versäumte Abzweigung suchen. Die fanden wir dann auch endlich. Aber….. es ist wirklich nur ein Rindertrail, total zugewachsen und sicher schon sehr lange nicht mehr befahren. 80km auf so einer einsamen Strecke in einer Gegend mit hoher Elefantenpopulation und ohne Backup Fahrzeug war uns dann doch zu riskant. Also weiter zurück Richtung Hauptstraße nach Nata. Auf dem Weg dahin fanden wir eine Cutline Road entlang dem Sibuyu Forest Reserve nach Süden und dann noch eine nach Westen entlang eines Jagdgebiets. Eine weite „ open plain“ lud zu einem Bushcamp. So werden wir morgen weitersehen ob uns diese Straße in die Nxai Pan führt. Unser treuer Dieselkocher versagte heute zum ersten Mal seinen Dienst und so gab es Filetsteak vom Lagerfeuer, ein Lob dem Grillmeister.
DI.14.06.11
Langsam werden wir richtige Experten für Cutline Roads. Erst weiter nach Westen, dann eine Ecke abgeschnitten und dann weiter nach Süden dann wieder eine Ecke abgeschnitten durch typische Botswana Landschaft. Mopane Wälder und gelbes Gras und ein wolkenloser Himmel bis an den endlosen Horizont. Alles den schurgeraden Cutlines entlang, die wie Buschautobahnen für Elefanten anmuten, weil ab und zu eine Herde Elefanten zu sehen ist. Aber auf diesen breiten Trails kann man die Tiere früh genug sehen und reagieren. Da wir stundenlang am Nxai Pan NP. entlang gefahren sind war klar dass die richtige Jahreszeit für diesen Park während der Regenzeit oder ganz kurz danach ist. Als wir dann Osteingang (ohne Gate) erreichten und ein Schild „Road Closed“ da stand, hat das unsere Entscheidung ,den Park nicht zu besuchen nur noch bestätigt. Gegen Mittag haben wir die Mainroad Nata – Maun erreicht. In Maun ging es hinaus zur Okovango River Lodge. Wunderschön am Thamalakane River gelegen, allerdings standen einige Grillplätze tief im Fluss, das Hochwasser scheint dieses Jahr ungewöhnlich hoch zu sein.
MI.15.06.11
Abends Kamen noch Wendy und Gareth mit ihren Kindern an, und später noch Leslie und Craig ebenfalls sehr nette und interessante Leute. Nach 3 Stunden hatten G & W ihre Zeltstadt aufgebaut, sah aus als ob eine ganze Kompanie darin Unterkunft findet. Am Lagerfeuer, mit all den Geschichten die Wendy & Gareth von ihren Abenteuern mit den Sandstrecken am Linyanti, wurde bis spät in die Nacht viel gelacht. Zum Schluss gab es sogar eine Mondfinsternis.
DO.16.06.11
Eigentlich wollten wir heute schon aufbrechen, aber der Platz war zu schön und die Nachbarn zur linken und rechten Seite einfach nur nett. Abends wurden wir von Les & Craig zu einem köstlichen Currygericht auf dem Feuer eingeladen und wieder wurde es spät mit Geschichten am Feuer. Die Temperaturen werden aber nach Sonnenuntergang sehr kühl und wir sind wieder mal froh um unsere warmen Klamotten.
FRI. 17. 06. 11
Es wurde Mittag bis wir unsere Reservierung ( in Botswana besteht Reservierungspflicht für die Campsites im Park) für den Central Kalahari Gamepark unter Dach und Fach hatten. Info für Traveller: 120 Pula p. P./Tg. + 50 Pula /Auto + Camping. 30Pula öffentlich/ ca. 100 Pula privat. Dann sind wir Richtung Westen und dann entlang dem Kuke Fence nach Süden zum Matswere Gate gefahren. Kurz vor Sonnenuntergang ein Bushcamp gemacht.
SA. 18.06.11
Wir sind morgens schon im Dunkeln losgefahren, nur um 6h30 vor verschlossenem Tor zu stehen. T.i.A., Peter musste die Lady erst aufwecken und so war der „early morning drive“ halt nicht ganz so early. Aber was für eine Landschaft, gelbes, wogendes Grass soweit das Auge blickt, soviel wolkenloser Himmel gibt’s sonst nirgends. Herden von Oryx und Springböcken in den zahlreichen zu dieser Jahreszeit trockenen Pans.
Für unsere Mittagspause haben wir ein Wasserloch ausgesucht, um einen optimalen Ausblickauf die Tiere die ev. komme zu haben, hat Peter das Auto möglichst nahe ran gefahren und noch irgendwelche Äste die die Sicht auf das Wasserloch beeinträchtigten abgerissen und zurückgebogen. Da stand er doch tatsächlich mit einem Löwen keine sechs Meter Aug in Aug! Da hieß es dann sofort ins Auto und den Schreck erst mal verdauen. Dann ganz vorsichtig das Auto in eine Sicherheitsdistanz rangiert und tief durchgeatmet. Gott sei Dank waren die zwei Prachtexemplare (den zweiten Löwenmann haben wir im ersten Schreck gar nicht gesehen) so vollgefressen dass sie tatsächlich nur guckten und sich faul in der Sonne räkelten. Was für ein Erlebnis, den ganzen Nachmittag beobachteten wir die Beiden und das Treiben am Wasserloch. Die Springböcke und Oryxantilopen immer schön auf Distanz und die Löwen träge sich vom Schatten in die Sonne und wieder zurück bewegend. Es ist klar dass man diese Tiere so schwer findet, erstens sind sie dermaßen gut getarnt, Gras, Blätter und Ästen haben die gleichen Farbtöne wie das Fell und zweitens liegen sie untertags nur faul rum und bewegen sich äußerst selten.
Nach der Fotosession haben wir uns auf den Weg zu unserer einsamen Campsite gemacht. Hier ist man wirklich ganz in der Wildnis, es gibt nur einen einzigen Platz und im Umkreis von 40km auch keinen anderen. Da sind wir schon froh, im Auto und nicht im Zelt zu schlafen.
SO.19.06.11
Haben heute den ganzen Norden abgefahren aber der wildreiche Norden war so wildreich nicht. Aber nach den Löwen ist alles andere nur 2. Wahl. Daher beschlossen wir auch die 400km langeStrecke in den Süden wo es relativ wenig Tiere hat, zu streichen und den Kuthse NP. ein anderes Mal vom Süden her zu bereisen.
MO. 20.06.11
Zurück zum Matswere Gate, (um 11h sollte man den Park verlassen, sonst wird noch ein Tag berechnet). Die Lady die wir wecken mussten um in den Park zu fahren, stand diesmal in Rangeruniform am Gate und erklärte uns dass sie nicht verschlafen hatte, nein ,es gab kein Auto dass sie die 30 Meter vom Haus zum Gate gefahren hätte und zu Fuß wollte sie diese Strecke aus Angst vor Löwen nicht zurücklegen……T.i.A ! Als wir bei Raskops auf die Teerstraße kamen entschlossen wir uns den Magkadikgadi Pans entlang nach Kubu Island in der Sowa Pan zu fahren. Sind nach GPS Punkten in der Botswana Karte gefahren, da in T4A diese Strecke nicht drin ist.
Mopanewälder mit Herbstlaub wechselten mit schneeweißen endlosen Ebenen, an dieser endlosen Weite kann man sich nicht sattsehen. Ein faszinierender Trip entlang und teilweise auch mitten durch diese endlosen weißen Salzpfannen. Irgendwo am Rande dieser endlosen Weite schon mittags ein Bushcamp aufgeschlagen.
MI.22.06.11
Und dann ist da diese mystische Insel mitten drin. Felsformationen und unzählige uralte riesige Baobab Bäume die wie urtümliche Monster ihre bizarr geformten Äste in den wolkenlosen Himmel strecken. Bei unserem letzten Besuch hatten wir unter einem enorm großen Baobab campiert und letztes Jahr ist dieser Riese einfach zusammen gebrochen und liegt nun da wie ein totes Tier. Die Atmosphäre dieses Eilands ist irgendwie geheimnisvoll, und wenn man an Trolle und Geister glaubt – hier ist sicherlich der Platz dafür. Am späten Nachmittag, bei wunderbarem Licht noch einen Spaziergang um die Insel gemacht und bei wunderbarem Licht all die Riesen zum xten mal fotografiert.
DO.23.06.11
Zurück durch die Sowa Pan, dieses Mal im gleißenden Morgenlicht (als ob man auf dem zugefrorenen Gnadensee fahren würde) über Mmatshuma und ab Lethlakane auf der Teerstraße Richtung Westen nach Francistown gedüst.
English Version
We decided to travel in Zambia only a short time and leave the rest for later. But “South Luanga Game Reserve” had to be. What a NP. , one of the nicest we have seen so far. Beautiful landscape, Lots of animals and hardly any people. We were watching lions for hours all by ourselves…
At night at the “Croc Valley” campsites right on the Luangariver , the hippos and were grazing next to the car. .
The route down south we drove a real bushroad from Mfuwe directly south to Petauke. The first part of this route, a game drive outside the park. Making a very lonesome bushcamp somewhere 30 km south of Mfuwe close to the river. Lions roaring all night not really far away - scary - and elefants rather near our site this morning while we are having breakfast - also scary but very exciting. The real wild Africa.
V ia Lusaka down to Livingstone, seeing the impressive Vic Falls this time from the Zambian side. Just one of the great natural wonders!
In Kazungula we took the old ferry over the Zambezi into Botswana. As we know Chobe and Moremi from previous visits, we decided going south looking at Nxai Pan and Central Kalahari Game Reserve.
At CKGR we again were very lucky to spot lions. At first a bit too close for comfort, very much so indeed , but after we got a safe distance it was fantastic. We did the northen circuit, and skipped to go down all the way to Kuthse Game Reserve, it would have meant afterwards going all the to Francistown to cross into Zimbabwe.
Instead, we decided to take a route all along the Makgadikgadi Pans to Kubu Island. These pans are fascinating, endless snow white plains and a cloudless sky, more sky you will find nowhere. In fact crossing the pan it felt like being on the frozen Lake of Constance.
And then right there in the middle of it, this mystic Kubu Island, with rock formations and huge ancient Baobabtrees. If there ever was a place where fairies and trolls where living, this certainly was one of it.
DO.23.06.11
Today the drive back south through Sowa Pan, this time in early morning sun, as if one would drive on a frozen lake, via Mmatshuma and Lethlakkane, arriving late afternoon in Francistown.















































































































































